[PRESSE] pirmasenser zeitung & rheinpfalz

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Zwei Zeitungsausschnitte zu den GASA-Aktionen der Fanszene des FK Pirmasens.

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[PRESSE] saiten (Schweiz)

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Blau-weisse Mützen und eine unbeeindruckte Stadionkatze
Andreas Kneubühler

Alles nur noch Champions- oder Super-League? Die kleinen Klubs wehren sich. Vielleicht müssen sie dabei noch lauter werden.

Der Eintritt kostet zehn Franken. Es ist ein kalter Mittwochabend Ende März und auf dem Sportplatz Buechenwald spielt der FC Gossau gegen Balzers. Die Trainer heissen Giuseppe Gambino und Mario Frick (schoss ganz in der Nähe einmal ein Tor für GC). Das kleine Stadion wirkt auf fussball-romantische Art marode. Das war schon nicht anders, als der Heimklub noch in der Challenge-League antrat und ab und zu für Furore sorgte. Etwa 2007, als Gossau zuerst sein Cup-Heimspiel an den FC St.Gallen abtrat – und dann im Espenmoos gewann. Der beste Spieler auf dem Feld hiess damals Thomas Knöpfel. Der spielt inzwischen wieder für Gossau – und ist in der ersten Halbzeit gegen Balzers eigentlich nicht zu sehen.

Auf den ebenfalls nicht denkmalgeschützten Holztribünen (s.a. Espenmoos) verlieren sich am Mittwochabend 150 Zuschauer. Dafür genügt inzwischen ein Bratwurstgrill. Früher waren es in Gossau regelmässig 400 bis 600 Fussballfans und es brauchte mindestens zwei.

Ein paar Anhänger des FC Gossau tragen blau-weisse Strickmützen. Die Stadionkatze dreht ihre Runden. Als sie den Hund eines Zuschauers bemerkt, vergrössert sie nur den Sicherheitsabstand. In der Pause läuft über die scheppernde Anlage «Wicked Game» von Chris Isaak. Nach dem Schlusspfiff – Gossau hat gewonnen – folgt «Fiesta» von «The Pogues». […]

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[PRESSE] sportbuzzer

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Auf geht’s zur „Lokalrunde“
Erster „Tag des Amateurfußballs“ findet im Oktober statt
Redaktion Sportbuzzer

In England heißt er „Non League Day“ und besitzt bereits eine kleine Tradition, in Deutschland hat er den Namen „Lokalrunde“ bekommen und soll dieses Jahr zum ersten Mal stattfinden: ein Tag für den Amateuerfußball.

Die Idee für die „Lokalrunde“ kommt im Dezember 2013 auf einem Vernetzungstreffen von „Glotze aus, Stadion an“ auf. Beim Gastgeber Victoria Hamburg suchen die Fanvertreter verschiedener Vereine aus ganz Deutschland eine Möglichkeit, um die Initiative nicht einfach flach auslaufen zu lassen.

Der Blick ins „Mutterland“ ist dabei eine Art Initialzündung. Dort existiert bereits seit drei Jahren der „Non-League-Days“, ein Tag, an dem der Fokus voll auf das Thema „Amateurfußball“ gerichtet ist, an dem die fußball-interessierten Menschen wieder beim Verein im eigenen Kiez oder bei den Kickern im eigenen Dorf vorbeischauen. Also eine Veranstaltung mit ganz praktischem Nutzen: Mehr Zuschauer und damit auch mehr Einnahmen bei den Spielen unterhalb des Profibereichs. Aber es geht nicht nur um das Geld: Durch das Zusammenarbeiten unter einem gemeinsamen Motto wird zudem Öffentlichkeit für die Probleme der „kleinen Traditionsvereine“ geschaffen.

Mit den ersten Gedankenspielen hielten sich die Initiatoren nicht lange auf. „Es gibt nichts besseres, als einfach mal zu machen“, findet auch Dirk Mederer, Anhänger von von Göttingen 05 und Sprecher von „Glotze aus, Stadion an“. […]

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[ZUR SACHE] Der LSK und das längste Auswärtsspiel der Welt

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Für GASA zu arbeiten, bedeutet konsequenterweise auch die Sache des Amateurfußballs per se, ganz ohne Vereinsbrille, zu lieben. Besonders schwer wird uns ums Herz, wenn es um den Verfall oder den Abriss traditioneller Sportstätten geht. Dieses Schicksal ereilt derzeit ein paar Stadien, unter anderem den Stammplatz des Lüneburger SK. Wir konnten einen Eingeweihten aus der LSK-Fanszene für einen Bericht zu den Entwicklungen rund um das Ende des legendären Wilschenbruch gewinnen:

Der LSK und das längste Auswärtsspiel der Welt

Der Lüneburger SK von 1901 e.V. ist mit dem 1. April diesen Jahres endgültig Geschichte – und das ist kein Aprilscherz! Nachdem das Insolvenzverfahren des Vereins nach 13 Jahren mit der Übergabe des Stadions in Wilschenbruch und der damit verbundenen Veräußerung aller Liegenschaften des Vereins abgeschlossen werden kann. Die sportlichen Belange hat schon seit 2008 der indirekte Nachfolger, der Lüneburger SK Hansa von 2008 e.V. (nach dem kurzen Intermezzo als FC Hansa Lüneburg), übernommen und wird diese zukünftig übergangsweise an seiner neuen Wirkungsstätte in Bardowick (ca. 7 km von Lüneburg entfernt) weiterführen. In einigen Jahren ist eine neue Beheimatung auf dem Gelände, das derzeit noch von der Bundeswehr genutzt wird, an der Theodor-Körner-Kaserne am Stadtrand Lüneburgs geplant. Jedoch ist es mehr als fraglich, ob an dieser Wirkungsstätte der Charme eines Fußballstadions entstehen wird, wie er im Wilschenbruch zu finden war, da es sich um einen Rasenplatz mit Laufbahn handelt, der bisher keine weiteren stadiontypischen infrastrukturellen Merkmale aufweist und mit finanziellen Hilfen/Unterstützung von städtischer Seite – wie die Vergangenheit sehr deutlich gezeigt hat – nicht zu rechnen ist. Folglich ist der Verein weitestgehend auch zukünftig wieder auf sich alleine gestellt. Dieser für ca. 2016 prognostizierte Umzug kann für die LSK-Fans nur als ein erster Schritt angesehen werden, um überhaupt wieder einen Anlaufpunkt am Stadtrand Lüneburgs zu haben. Die Gründe für die Insolvenz in der Saison 2000/01 in der damaligen zweigeteilten dritten Bundesliga mit namhaften Gegnern wie Fortuna Düsseldorf oder Union Berlin, um nur einige zu nennen, gehen jedoch schon mindestens bis in die Anfänge der 90er Jahre zurück. Seitdem hatte der Verein selten ein Geschäftsjahr in dem auf den Mitgliederversammlungen ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt worden ist. Die Gründe für die Insolvenz waren also nicht alleine dem Drittligaaufstieg im Jahre 1999/2000 geschuldet, sondern waren auch teilweise das Ergebnis jahrelanger Misswirtschaft. Darüber hinaus soll an dieser Stelle jedoch auch nicht unerwähnt bleiben, dass damals von den Banken Kredite gewährt wurden, die unter normalen Umständen wohl niemals hätten gegeben werden dürfen. Diese wurden übrigens vom Aufsichtsrat jenes Institutes genehmigt in dem auch namhafte lokale Politiker saßen, die später das Schicksal des LSK-Stadions besiegelt haben. Das Fazit aus den Jahren der Misswirtschaft und der fehlenden Unterstützung der lokalen Wirtschaft sowie der örtlichen Politik ist auf jeden Fall, dass der LSK nach 110 Jahren sein Stadion mit den beiden angrenzenden Trainingsplätzen, der ältesten Holztribüne und der Tennisanlage räumen muss und vorerst in einer der nächsten Ortschaften zur Zwischenmiete untergekommen ist. Die Jugendmannschaften wurden auf umliegende Plätze in und außerhalb Lüneburgs verteilt. Die zukünftige Lüneburger Option auf dem Gelände der Theodor-Körner-Kaserne wurde bisher nur mündlich zugesagt und es wird sich zeigen wie schnell und wie verbindlich sich diese Zusagen nach der Oberbürgermeisterwahl Ende Mai 2014 erweisen werden und ob ein wirklicher Umsetzungswille besteht.

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Der Wilschenbruch hatte zum Abschluss am 23. März beim Ligaspiel gegen Drochtersen nochmal zahlreiche Zuschauer und auch Groundhopper aus ganz Deutschland (Freiberg (Sachsen), Leipzig, Hannover, Kiel, Wolfsburg, Goslar, Köln, Duisburg, Mainz, Rostock etc.) an die alte Wirkungsstätte gelockt und 1.600 Zuschauer bescherten dem Stadion einen würdigen Abschied. Das zeigt was der LSK und sein Stadion für einen Stellenwert in Deutschland genießt bzw. genossen haben. An dieser Stelle soll auch noch einmal kurz die tolle Aktion auf www.lsk-umzugshelfer.de erwähnt werden mit der der Verein über Spenden seinen Umzug und den Abbau aller noch verwertbaren Gegenstände aus dem alten Stadion finanziert, die teilweise in Bardowick wiederverwendet werden.

Jedoch kommt nach jedem Abschied meistens auch ein Neuanfang und es entstehen neue Möglichkeiten zur Entfaltung. Nachdem die LSK-Fanszene nach dem Ausscheiden der Ultras Mitte 2008, die die zwischenzeitliche Umbenennung in den FC Hansa Lüneburg nicht mittragen wollten, ziemlich lethargisch und passiven dahin dümpelte, haben sich in letzter Zeit wieder die alten Fans zusammengefunden und auch wieder gemeinsame Aktionen gestartet. Alle sind ein wenig mehr zusammengerückt. Das soll jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass auch die LSK-Fanszene eine recht hohe Altersstruktur hat. Mit dem angestrebten Regionalligaaufstieg hoffen wir auch wieder vermehrt jüngere Zuschauer in der neuen Kurve in Bardowick begrüßen zu dürfen. Denn nur höherklassiger, attraktiver Fußball mit namhaften Gegnern lockt in Zeiten der Übersättigung und –kommerzialisierung im Fernsehen neue und jüngere Zuschauer, die sich für den LSK begeistern könnten.

[Supporter Nord (Fanszene LSK)]

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[PRESSE] 20 minuten (Schweiz)

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