Archiv für Oktober 2013

[VEREIN SUCHT FANS] TSG Dülmen

tsgdülmen

Dülmen im Münsterland, knapp 45.000 Einwohner, Bezirksliga, ein Stadion das bis zu 5.000 Zuschauern Platz bietet, selten aber mehr als 300 sieht. Warum nur so wenige? Zum Teil liegt es daran, dass unsere kleine Stadt 7 Fußballvereine beherbergt und die Auswahl entsprechend groß ist. Aber sind die anderen Stadien am Wochenende besser besucht? Ganz im Gegenteil.

Früher war das Stadion ein Anlaufpunkt für ganze Familien. Die Eltern unterhalten sich auf der Tribüne, fachsimpeln über das was auf dem Rasen gezeigt wurde und die Kinder schnappen sich einen Ball und pöhlen nebenan auf dem Platz oder probieren sich an der Torwand. Dann kam das Produkt Bundesliga das immer attraktiver gestaltet wurde. Klar, was Draxler, Reus und Ribery auf dem Platz zeigen wird es bei uns niemals zu sehen geben, dafür aber echte Emotionen, Freundschaften, Spieler und Trainer zum anfassen und nicht zu vergessen: keine Abzocke in Form von überteuerter Stadionwurst, Eintrittskarten in Höhe von Wocheneinkäufen, Bierpreisen die das Bier direkt bitterer machen. Keine Wappenküsser die zwei Wochen später bei einem anderen Verein unterschreiben und mit Floskeln um sich werfen. Also kurzum: ehrlicher Fußball und Freundschaften.

Was machen wir von der TSG aktiv um Zuschauers ins Stadion zu bekommen?

Ein griffiger Slogan musste her: WIR SIND TSG. Der Slogan begegnet den Dülmenern seit dem Frühjahr 2013 und steht für die Verbundenheit der TSG Mitglieder zum Verein, die Rückbesinnung auf die lokale Gemeinschaft, die Nachbarschaft.

Wir laden ein. Alle TSG Kinder und Jugendliche kommen seit der Saison 2013 / 14 kostenlos ins Stadion. Das Angebot wird sehr gut angenommen. Das Stadion wird so ein schöner Anlaufpunkt in der Freizeit, neue Freundschaften werden geschlossen.

Im April 2013 wurde zudem eine Schulmannschaft von mir auf ein Turnier vorbereitet. Das Training fand selbstverständlich auf den TSG Plätzen statt und beim letzten Training bin ich mit allen 15 Kindern zum grade stattfindenden Spiel der TSG Seniorenmannschaft gegangen. Kaum das die Kinder die Spieler entdeckt haben haben sie von selbst TSG Sprechchöre angefangen und waren begeistert. So konnten wir einige neue Nachwuchsspieler für die F – Jugend gewinnen.

Im Pokal bekamen wir das Glückslos SG Wattenscheid 09 und haben das medial aufgegriffen. Ein dreiteiliger Trailer der durch ganz Dülmen ging lud zum Spitzenspiel ein. Teil 1| Teil 2 | Teil 3 Die Zusammenfassung der Resonanz könnt Ihr hier sehen.

Zudem setzen wir uns aktiv für die Entlastung der Hausfrauen ein. Bei Heimspielen heißt es: Stadionwurst statt Sonntagsbraten. Lasst die Küche am Sonntag kalt und esst im Stadion.

Seit Oktober 2013 verwenden wir von der TSG Dülmen ebenfalls das GLOTZE AUS, STADION AN Logo. Dülmener, lasst am Sonntag die Glotze aus, kommt ins Stadion, genießt Bratwurst, Bier, beste Unterhaltung auf dem Platz und nette Gespräche mit Freunden auf der Tribüne. Bringt Eure Kinder mit und macht den Stadionbesuch zu einem schönen Sonntagsausflug.

Besonders schön zu sehen ist, dass sich viele Trainer, Spieler und Helfer engagieren, unterstützen und sehr gute Ideen mit einbringen und das alles kostenlos und ehrenamtlich. Ob wir in 1 – 2 Jahren einen Zuschauerschnitt von 500 Personen haben ist fraglich, wir können aber schon jetzt sagen, dass die bisherigen Aktionen die Stimmung im Stadion und im Verein maßgeblich beflügelt haben und Aufbruchstimmung herrscht. Also, wenn Ihr an einem Sonntag in Dülmen oder Umgebung seid, schaut auf unsere Webseite ob wir ein Heimspiel haben und schaut rein. Unsere Facebookseite könnt Ihr ebenfalls gerne abonnieren und vielleicht die eine oder andere Aktion aufgreifen: http://www.facebook.de/tsgduelmen

WIR SIND TSG

[marcel (TSG Dülmen)]

[3 FRAGEN] an das „Hammer Pack“ des Hamm United FC

Hamburg ist ein wahres Mekka an GaSa!-Unterstützern. Ein besonders ungewöhnlicher Club der Hansestadt ist der Landesligist Hamm United FC.

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Michael, Euer Club wurde 2005 gegründet und ist daher nicht unbedingt das, was man einen Traditionsclub nennen würde. Was hat es mit dem Hamm United FC überhaupt auf sich? Der Name klingt ja „very british“.

Unser kleiner Club wurde 2005 in einer Bierlaune passenderweise auf einer Auswärtsfahrt gegründet. Das erste Ausrufezeichen setzte man, indem die Gründerväter und -mütter ein Fanfest zur WM 2006 organisierten. Durch gute Kontakte wurde alsbald eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt, die innerhalb von drei Jahren aus der Kreisklasse bis in die Landesliga durchmarschierte und seitdem nie schlechter als Platz 6 war. Durch Spieler, wie dem ehemaligen Bundesligaprofi Kevin Hansen, oder den ehemaligen afghanischen Nationalspielers O. Karimi, kam auch ein bisschen Glamour in den Hammer Park.
Immer wieder realisierte man Ideen, die es woanders nicht gab. Zum Beispiel das Bauen eines riesigen Sperrholzkasten, der auch rollbar war, und in dem sich ein Beamer befand. Der wurde dann zum Videowürfel erklärt. Von außen war er von einem ortsansässigen Künstler gestaltet. Das bisschen Extravaganz brachte dem Club leider den Ruf eines Geldvereines ein, der so nie stimmte und hier von mir nicht weiter erörtert werden soll. Dazu kommt, dass im Verein auch immer ein paar Querdenker saßen und sitzen. Daher gab es immer wieder Reibereien mit dem Hamburger Fußballverband; gerne selbst provoziert. Daher auch der Name „Die Geächteten vom Hammer Park“.
Der Bogenschütze, der auch Namensgeber der, leider zu kurzlebigen, Vereinskneipe „ Archer“ war, stellt auch eine Verbindung zu Robin Hood her. Da fängt die britische Affinität an. Viele Gründungsmitglieder haben bis heute auch Kontakte auf die Insel, so dass der eine oder andere Besucher von jenseits des Kanals den Weg nach Hamm fand. Zusammenfassend kann man aber über die Menschen im Verein sagen, dass alle positiv verrückt in Sachen Fußball sind und halt auch mal bereit, andere Elemente aufzugreifen und umzusetzen. Das ist dann wohl auch ein Grund warum sich eine Truppe wie das Hammer Pack hier angesiedelt hat.

Die aktiven Fans vom „Hammer Pack“ sind ja ein ziemlich wilder Haufen. Wie integriert seid ihr im Vereinsleben? Und – das interessiert mich schon sehr – wie lebt es sich ohne „Früher war alles besser!“-Kiebitze?

Das Hammer Pack speist sich vor allen Dingen aus den Subkulturen der Skinheads und Punks. Anfänglich waren es nur ein paar, die auch eher ruhig das Spiel genossen. Da aber der damalige Stadionsprecher den Moment erkannte und das eine oder andere Punk- und Ska-Lied spielte, blieben die Erstbesucher nicht nur, sie brachten auch immer wieder Leute mit. So wurde der Haufen, der blieb, immer größer. 15-20 Enthusiasten sind im Schnitt immer bei den Heimspielen.
Als der Verband noch ein Auge zudrückte und man dem Schiri das ankündigte, war das Zünden von Pyrotechnik auch ein großer Anziehungsfaktor. Leider wird auch auf regionaler Ebene härter durchgegriffen und die Strafen wurden sehr hoch. Da wir keine Ignoranten sind und der Verein inzwischen mehr für uns ist, als reines Freizeitvergnügen und ein Gutteil von uns auch Vereinsmitglieder geworden sind, steht Pyrotechnik nur zu besonderen Spielen zur Debatte.
Es gibt eigentlich einen guten Austausch zwischen Fans und Vereinsseite, auf jeden Fall werden wir nicht einfach geduldet. Mehr für den Verein zu tun liegt sehr in unserem Interesse, deshalb auch die Teilnahme an dieser Initiative.
Das Hammer Pack gibt es seit dem Winter 09/10 und hat seither einiges gemacht, das tatsächlich den Ruf eines „wilden Haufens“ aufkommen lässt. Dazu gehören Osterfeuer frühzeitig zu entzünden, oder das gesamte ausgelobte Freibier eines Sponsors des Buxtehuder SV auszutrinken. Dorthin haben wir zum ersten Mal eine Bustour organisiert, die standesgemäß in einem amerikanischen Schulbus unternommen wurde.
Es aber soll nicht der Eindruck aufkommen, dass wir uns nicht zu benehmen wissen. Bei vielen Vereinen sind wir doch gern gesehen, weil wir den Fußballalltag mal ein bisschen auflockern. Fußball ist uns wichtig. Vor allen Dingen das „Am Platz sein“, und ein guter Support gehört dazu. Das heißt für uns aber nicht, dass wir einen 90 Minuten Dauer-Support machen. Wir haben auch zu viele Lieder, bei denen wir uns selber nicht allzu wichtig und ernst nehmen. Viele der Gesänge sind vom britischen Support beeinflusst oder kurze prägnante Schlachtrufe, wie zum Beispiel das, von Einem angestimmte „Hamm“, das von den Anderen mit einem lauten „United“ erwidert wird. Singen ist allerdings nicht alles. Wir beschäftigen uns auch auf Spruchbändern mit politischen Themen. Hauptsächlich gehen wir dann auf verbandstechnische Belange ein. Wir setzen aber auch Zeichen gegen Faschismus und Rassismus. Dem Trainer wurde nach einem Herzinfarkt via Tapete „Gute Besserung“ gewünscht und ihm ein Foto diese Spruchbandes mit Genesungswünschen überreicht.
Und doch haben auch wir die klassischen Kiebitze die uns dann auch mal kopfschüttelnd anschauen, wenn wir wieder unseren Zinnober betreiben. Im Grunde genommen kommen aber alle recht gut miteinander aus. Wir alle müssen nur mehr aus den Möglichkeiten machen, die wir besitzen.

Zwischen den Zeilen verkauft sich GaSa! als Rettungsaktion für „vergessene“ Traditionsvereine. Wie steht Ihr, als Supporter eines neuen Vereins, zu dieser Sozialromantik? Ist die Initiative da auf einem Holzweg?

Wären wir dabei, wenn wir nicht auch Sozialromantiker wären? Ich selber hoffe, dass einige Menschen erkennen, dass Leute, die im Amateurbereich Vereine supporten, nicht nur da sind, um Remmidemmi zumachen, sondern, dass diesen Leuten der auserwählte Club am Herzen liegt. Dass man mit diesen und anderen Leuten ein Spiel unter freien Himmel genießen und trotzdem guten und spannenden Fußball erleben kann. Unser Traditionsbewusstsein speist sich aus dem Fußball im Allgemeinen und da kommt bei uns wieder das „very british“ ins Spiel.
Wir haben selber Ideen, wie man den Verein und den Amateurfußball besser darstellen kann Es hapert nur mit der Umsetzung, da es viele verschiedene Ideen gibt. Daher glaube ich, dass eine solche Initiative manche Sachen in die richtige Richtung lenken kann und auch der Mut wächst, Dinge umzusetzen. Wenn ich die Resonanzen in den Medien lese, denke ich dass das Interesse da ist und die ersten Schritte getan sind, in eine Zukunft mit mehr Fans bei Amateur-Fußballspielen.

[(?) dm (Supporters Crew 05) | (!) michael (Hammer Pack)]

[PRESSE] the inside left

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The Revolution Will Not Be Televised
WORDS: CHRISTOPH WAGNER

Football is a money machine, you only have to at the figures produced each year by the top clubs in Europe and the rest of the world. But beyond the limelight of the top flight, the situation is very different, with many clubs under threat. In Germany, a group of supporters are campaigning against this trend…

No Money, No Football

In German football, the financial situation for many clubs below the top two divisions is difficult to say the least, a situation that threatened to reach crisis point during the second half of last season, when some clubs in the Oberliga in Lower Saxony decided not to travel to away games.

The reason? The fines for not turning up were lower than the travel costs for the clubs, which are a heavy burden for clubs in the fifth tier of Germany’s league pyramid.

The campaign was initiated by fans of Göttingen 05 back in June, with the aim of improving attendances. With just over 100,000 inhabitants, Göttingen lies within an hour’s drive of Lower Saxony’s Bundesliga clubs Hannover 96, Eintracht Braunschweig and VfL Wolfsburg, but while top-flight football is certainly a pull for some fans to go elsewhere for their football, the town also has a huge student population, who you might think prefer their football to be more local and affordable.

But herein lies the problem. […]

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[AKTIONEN] Banner“häufung“ durch die Fans des TSV Waake-Börsinghausen

waake

Das Stadionfieber errgreift durchaus auch die 2. Kreisklasse. In diesem Fall die eifrigen Supporter des TSV Waake-Börsinghausen, die auch prompt das Banner von Göttingen 05 verschleppten. Frechheit!

[dm (Supporters Crew 05)]

Das TESTBILD-Shirt

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Klammheimlich im MITMACHEN-Bereich aufgetaucht: Das Testbild-Motiv als Direktdruck-Datei. Ihr könnt es entweder herunterladen und (idealerweise) auf ein dunkelgraues Shirt drucken lassen, oder per Link direkt zu einem Shirt-On-Demand-Anbieter springen, wo bereits alles vorbereitet ist. An diesem Shirt verdient nur der Anbieter etwas. Wir bieten das Motiv natürlich auch dort gratis an. Macht es wie Ihr wollt…

[dm (Supporters Crew 05)]