Archiv für Dezember 2013

GaSa! entert die Bildersammlerszene

stickeralbum

Seit dem 8. Dezember gibt es nun bereits das erste offizielle Altona 93-Sammelalbum – so richtig in Hochglanz und mit Stickertütchen im Laden um die Ecke. Das ist natürlich eine große Sache für den Verein, denn ohne finanzielles Risiko hat er Zusatzeinnahmen aus Werbeanzeigen sowie Alben- und Tütchenverkauf (die Finanzierung erfolgte in diesem Fall komplett durch die Berliner Firma „myfooza Teamsticker“). Und es ist ein ein Riesenspaß für uns Anhänger_innen, die wir das gemeinsame Vergnügen aus Spannung, Statistik und Tausch genießen. Das ist schön für uns, aber warum sollte es Euch interessieren?
Der Grund liegt in den Klebern Nummer 98 und 99. Sie zeigen die 1. D-Jugend des AFC, die die schöne Idee hatte, sich vor der selbstgemalten GaSa!-Fahne der Fanszene für das Sammelbilderalbum ablichten zu lassen!

> Hier geht es zur Seite des Stickeralbums

[jan (All to nah)]

3, 2, 1 … meins!

stickerebay

GaSa!-Sticker kann man sich auf unserer WIE-Subseite herunterladen und drucken, oder aber anscheinend auch über ein einschlägig bekanntes Online-Auktionshaus erwerben. Ob es sich um Frustverkäufe oder Guerillamarketing handelt, lassen wir mal unkommentiert…

[dm (Supporters Crew 05)]

[PRESSE] stahlwerk (blog)

Logo-StahlwerkNeu

Amateurfußball braucht Fans!

Eine Losung die in den vergangenen Monaten von Göttingen aus, durchs ganze Land zog und zumindest bei Vereinen und Fans auf fruchtbaren Boden fällt. 43 Vereine und Supportergruppen haben sich bislang der Initiative angeschlossen. Von der Nordsee bis runter an den Bodensee, von Aachen bis nach Greifswald, die Problematik überzieht die komplette Republik. Egal ob Liga 5 oder noch viel tiefer, das Problem ist überall das gleiche…Ohne Zuschauer kein Geld, ohne Geld kein Fußball…zumindest wenn er ambitioniert sein soll. Aus der unsrigen Oberliga sind mit Idar-Oberstein, FK Pirmasens und der SG Betzdorf drei Vereine an der Aktion beteiligt. Von denen die beiden erstgenannten noch Magneten in der Zuschauergunst der Liga sind. Aktuell liegt der Zuschauerschnitt der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar bei 256 Zuschauern pro Heimspiel. Besonders auffällig die Vereine in eher ländlichen Strukturen geniessen kaum Aufmerksamkeit, so schafft der Aufsteiger aus Burgbrohl gerade mal 160 Zuschauer im Schnitt und das obwohl das erste Oberligajahr der Vereinsgeschichte zugleich der größte Moment der Vereinshistorie ist. Mehr kann man wohl nicht mehr dokumentieren welch Reiz diese Liga ausübt. Der saarländische Aufsteiger Hertha Wiesbach dagegen schlägt sich überdurchschnittlich und kann mit 406 Zuschauern im Schnitt, Platz zwei der Liga belegen. Allerdings muß man das Saarland in dem Falle etwas spezifisch betrachten. […]

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Was wir nicht brauchen

Viel Unerquickliches ist in den letzten Tagen hinter den Kulissen bei GaSa! gebrodelt und soll nun auch geäußert sein. Dabei möchte ich nicht auf involvierte Gruppen und deren Vereine im Speziellen eingehen, denn das wäre sicher der Sache nicht dienlich. Vielmehr möchte ich mich so allgemein wie nötig und so konkret wie möglich ausdrücken:

GLOTZE AUS, STADION AN! ist eine „Graswurzel“-Initiative, die all jenen ein Forum bieten möchte, die vielleicht ein wenig nostalgischer, ein wenig lokaler und ein wenig sozialromantischer sind als Profifußballfans. Das macht uns aber nicht zu besseren Menschen und unsere Kurven nicht zu neutralen Zonen. Oftmals besteht die Gefahr, dass sich im Schatten von Nostalgie, Freunde alter Werte breit machen, dass Lokalpatriotismus als kleiner Bruder des Nationalismus missbraucht wird und Sozialromantik in pure Ignoranz mündet.

Die Kurven sind politisch, denn jeder Fan trägt sein Päckchen „Politik“ mit ins Stadion und hat eine, seine, Meinung zu den Dingen. Im Block ist dann mit einem Mal die Hemmschwelle weg. Der Frust bricht hervor und findet auf den Rängen einen Ort, an dem er sich austoben darf. Das Politische im Fan zu leugnen macht also keinen Sinn. Es ist da, und es will raus.

Umso mehr muss es die Aufgabe aller Supporter sein, den Äußerungen in den Kurven Aufmerksamkeit zu schenken und die falschen Parolen herauszufiltern. Jeder Fan im Block ist in der Pflicht, Diskriminierungen von Minderheiten, Frauen und sexuellen Präferenzen, sowie Menschenverachtendes im Allgemeinen entgegen zu treten. Die Ablehnung dieses Gedankenguts hat nichts mit Linksradikalität zu tun. Sie ist eine Selbstverständlichkeit.

Wir von GaSa! tolerieren keine Fangruppen in unserem Netzwerk, die nicht in der Lage sind, Kräften in ihren Reihen Einhalt zu gebieten, die dieses Gedankengut nach außen tragen. Wir bitten die sogenannten „unpolitischen“ Szenen zu hinterfragen, ob sie mit ihrer Philosophie nicht vielmehr jenen Kräften Raum bieten, die gezielt die Kurven für diskriminierende Propaganda missbrauchen.

Es gab vor einigen Tagen, bestätigterweise zum wiederholten Mal, Auftritte von Supportern, die ihrem menschenverachtenden Gedankengut beim Spiel freien Lauf ließen und andere Besucher aufs Übelste sexistisch, antisemitisch und homophob beleidigten. Wir haben bei den Beteiligten angefragt und sind dabei auf Empörung, Rechtfertigungsnotstand und auch ein wenig Einsicht gestoßen.

Wir wollen uns nicht zum Richter erheben, aber wir können die vitale Initiative nicht an solchen Fans zerbrechen lassen. Denn es ist nunmal leider auch Fakt, dass Gruppen, die von derartigen Entgleisungen angewidert sind, ihre Beteiligung an GaSa! in Frage stellen. Das ist einerseits nachvollziehbar, andererseits bedauerlich, denn es gibt jenen zuviel Macht, die wir eigentlich gar nicht in unserer Reihen haben wollen.

Nun glauben wir nicht, dass es hilfreich ist, die betroffene Szene sofort aus GaSa! auszuschließen. Vermutlich würde das eher eine Trotzreaktion befördern und die falschen Kräfte der Gruppe beflügeln. Die Reaktion der Vertrauensperson hat gezeigt, dass möglicherweise ein Selbstreinigungsprozess in die Gänge kommt und uns ist es an diesem Punkt erst einmal wichtiger, klar Stellung zu beziehen, als mit dem Fallbeil zu hantieren.

Daher ist unsere klare Ansage: Sollte es wieder vorkommen, dass Personen aus Eurer Gruppe auf diese Weise auf sich aufmerksam machen, werden wir Euch als aktive Unterstützer aus der Initiative werfen. Wir haben ein Auge drauf.

[dm (Supporters Crew 05)]