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Ins Stadion statt vor die Glotze

GOSSAU. Der FC Gossau kämpft mit sinkenden Zuschauerzahlen. Zwei Fangruppen wollen dem entgegenwirken und einen Tag des Amateurfussballs lancieren. Kleine Stadien hätten viel zu bieten: Packende Spiele etwa oder die Nähe zu den Spielern.

RAFAEL ROHNER

Bratwürste brutzeln, Stadtbühler-Bier schäumt, und unter den Füssen der Zuschauer knarrt die Holztribüne. Wenn auf dem Sportplatz Buechenwald die Flutlichter angehen, wird es heimelig. An solch einem Abend ist für Fans selbst eine Niederlage einfacher zu verkraften.

Höchstens ein Blick in die Zuschauerränge könnte die Stimmung trüben. Denn die Besucherzahlen sind in jüngster Zeit stark rückläufig. Vor vier bis fünf Jahren seien im Durchschnitt noch rund 400 bis 600 Zuschauer an ein Heimspiel gekommen, sagt Gossaus Vereinspräsident Christian Kühni. «Bei Spitzenspielen bis zu 1000.» Heute seien es noch 200 bis 250 Zuschauer.
Aktion aus Deutschland

Für die erste Mannschaft einer Stadt mit 18 000 Einwohnern ist diese Besucherzahl gering. Zum Vergleich: Auch Heimspiele des FC Winkeln im Gründenmoos verfolgen jeweils rund 200 Zuschauer. Der Gossauer Erstligaclub ist jedoch nicht der einzige Amateurverein, der mit stetig sinkenden Zuschauerzahlen zu kämpfen hat. Fussballfans aus Deutschland haben aus diesem Grund die Aktion «Glotze aus, Stadion an» ins Leben gerufen. In den unteren Ligen sei eine Notlage entstanden, schreiben die Initianten auf ihrer Internetseite. Der chronische Mangel an Zuschauern destabilisiere die Finanzen. Inzwischen wird die Aktion von rund 45 Fangruppen aus Deutschland unterstützt. Mit dabei sind seit kurzem auch zwei Schweizer Vereine, der FC Kreuzlingen und der FC Gossau. […]

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